Land Hadeln | Weihnachtsgrussbrücke

Ein ganz besonderes Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu.

Weihnachtsgrussbrücke. Rede von Herrn Zahrte. Weihnachtsmotiv im Bild.

Verehrte Bürgerinnen und Bürger in der Samtgemeinde Land Hadeln, geschätzte Freunde und Bekannte!

Ein ganz besonderes Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Das COVID-19 Virus hat uns dieses Jahr nicht leicht gemacht! Es brachte Stresstests für die Gesellschaft, für die Wirtschaft und für jeden Einzelnen von uns mit sich.

Mein Eindruck ist, bislang haben wir diese Tests größtenteils einigermaßen glimpflich bestanden: Wir gehen auf Abstand, wo Abstand geboten und notwendig ist – und rücken zusammen, wo Nähe und Unterstützung gefordert und möglich ist. Für diese Contenance möchte ich mich an dieser Stelle bei Ihnen von Herzen bedanken.

Vieles konnte in diesem Jahr nicht so sein, wie wir es gewohnt waren – gleichwohl haben neue Formen, neue Ideen und neue Inspirationen Gelegenheit gefunden, das Bewährte unter den gegebenen Umständen zumindest in Teilen zu ersetzen.

Ich lade Sie ein, in der anliegenden Grußbrücke für das Jahr 2020 nachzulesen, welche Wege in der Samtgemeinde Land Hadeln und in den 14 Mitgliedsgemeinden gegangen wurden, um in dieser ungewöhnlichen Situation einem Stillstand zu trotzen und unsere liebens- und lebenswerte Region für die Zukunft weiter zu entwickeln und gut aufzustellen.

Mit festem und hoffnungsvollem Blick auf den Start der Impfungen gegen das Virus übermittle ich Ihnen, auch im Namen des Rates der Samtgemeinde Land Hadeln und der Räte der Mitgliedsgemeinden, einen herzlichen Dank dafür, dass wir dieses Jahr 2020 in relativer Unversehrtheit hinter uns lassen dürfen

Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2021. Bleiben Sie gesund!

Ihr Harald Zahrte

 

Weihnachtsgrußbrücke der Samtgemeinde Land Hadeln 2020
"Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann."
Charles Darwin

Verehrte Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde Land Hadeln, geschätzte Gäste, liebe Freunde und Bekannte aus unseren Partnerkommunen und darüber hinaus

Die Grußbrücke der Niederelbe-Zeitung ist eine liebgewonnene Tradition, die nunmehr seit Jahrzehnten jeweils zur Weihnachtszeit auf wichtige Ereignisse und Entwicklungen des zu Ende gehenden Jahres reflektiert und Ihnen viele Informationen und Ereignisse noch einmal in Erinnerung ruft. In diesem besonderen, durch die Corona-Restriktionen geprägten Jahr erscheint mir ihr Inhalt noch umso bedeutender, da wir alle in der Pandemie deutlich weniger Gelegenheit hatten, soziale Kontakte, Zusammensein und Austausch zu pflegen. Gleichwohl möchte ich Ihnen nun einen Rückblick auf die Geschehnisse und Entwicklungen im Jahr 2020 in unserer Samtgemeinde Land Hadeln mit ihren 14 Mitgliedsgemeinden geben.

Ich beginne direkt mit den Auswirkungen der Pandemie; denn sie ist das allgegenwärtige Thema. So mussten bei auch uns mit Beginn der Restriktionen eine Vielzahl kultureller, politischer und gesellschaftlicher Ereignisse abgesagt werden. Unsere Feuerwehrversammlungen, unsere Volks- und Schützenfeste konnten wir nicht durchführen. Schulen und Kitas mussten geschlossen werden. Kinder wurden zu Hause unterrichtet. Unsere persönlichen, eigentlich strukturierten Freizeitgestaltungen, verloren sich. Private Geburtstags- und Hochzeitsfeiern sowie Feiern anlässlich von Jubiläen durften nicht stattfinden. Wir konnten uns mit Freunden und Bekannten nicht mehr so treffen, wie wir es über Jahrzehnte gewohnt waren. Kontakte und Freundschaften unterlagen einem Stresstest. Die Anfang des Jahres gebuchte Urlaubsreise endete für viele im Garten oder auf dem Balkon. Unsere Wohnungen wurden zum Home-Office umfunktioniert!

Die Pandemie stellte und stellt uns vor neue Herausforderungen. Abläufe, die bisher selbstverständlich waren, müssen neu gedacht, überplant und trotzdem umgesetzt werden. Es war und ist wichtig, sich und seine Mitmenschen zu schützen und dennoch handlungsfähig zu bleiben.
Hoffen wir, dass der angekündigte Beginn der Impfungen bald nachhaltige Erfolge zeigen wird. Gleichwohl dürfte es bis zu einer Rückkehr in eine dann andere Normalität sicherlich noch Monate dauern.

Und so hatten auch wir in Verwaltung und Politik viele Entscheidungen im Einklang mit den Verordnungen des Landkreises, des Landes Niedersachsen und der Bundesregierung und unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit zu treffen, um nach bestem Wissen und Gewissen unsere Bürgerinnen und Bürger in der Gesunderhaltung zu unterstützen und zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus beizutragen.

Wie Sie wissen, dauerte die erste Welle bis in den Sommer hinein an und insbesondere Gastronomie und Einzelhandel spürten stark die lange Zeit der Beschränkungen und Einnahmeausfälle. Aus dem Gedanken heraus, diese in ihrer Existenz unterstützen zu wollen entstand im Mai aus einer Idee des Steinauer Bürgermeisters H.-J. Mangels eine vorbildliche Aktion mit Symbolkraft: „Land Hadeln hilft!“ Ein engagierter Arbeitskreis initiierte hierzu eine Losaktion zugunsten des Einzelhandels und der Gastronomie.

Schnell zogen Kommunalpolitiker und engagierte Kaufleute an einem Strang und stellten innerhalb von wenigen Tagen eine reichhaltige Tombola auf die Beine: Sachpreise und Gutscheine wurden gespendet, Lose verkauft und der Erlös hieraus in Preise umgewandelt. Eine mustergültige Gemeinschaftsaktion, rund 8.500 Lose wurden verkauft. Über 1.300 Preise konnten vergeben werden. Die „Land Hadeln hilft Aktion“ dokumentierte die wohltuende Solidarität und Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in unserer Samtgemeinde, zu unterstützen und zu helfen.

Diesen Gemeinsinn brauchen wir auch in den nächsten Monaten. Wo immer es geht, müssen wir Hilfe und Unterstützung anbieten und Ideen entwickeln, um die Lasten der negativen Pandemie-folgen zu mildern. Sie haben ja bereits demonstriert: Der Ideenreichtum und die Motivation der Bürgerinnen und Bürger sind schier unerschöpflich! Auch ohne Schützenfeste wurden unsere Dörfer Dorf geschmückt, Umzüge symbolisch „auf Abstand“ mit dem Fahrrad abgehalten, Veranstaltungen auf die grüne Wiese verlegt und Lunchpakete „to go“ nach Blutspenden gereicht. Musikalische Ständchen finden zur Freude der Nachbarn am Bürgersteig oder vom Balkon aus statt, weihnachtliche Basteleien für Kinder werden an zentralen Orten hinterlegt und nach „getaner Arbeit“ sind sie an den öffentlichen Weihnachtsbäumen zu bewundern. Allen, die situationsbedingt neue Wege suchen, um ihre Mitmenschen und der Gesellschaft zur Seite zu stehen, möchte ich an dieser Stelle von Herzen danken.
Die politischen Gremien unserer Gemeinden hatten und haben auch in der Pandemie Möglichkeiten, Sitzungen unter Hygiene-Auflagen abzuhalten und wichtige Beschlüsse zu fassen - Besprechungen und Verhandlungen mit persönlichen Kontakten wurden durch sog. E-Meetings ersetzt. So konnten trotz der Corona-Restriktionen viele Maßnahmen in unseren Mitgliedsgemeinden auf den Weg gebracht werden!

Belum beispielsweise grüßte als „blühende Gemeinde“. Im Frühjahr wurde auf Betreiben einer Privatinitiative eine ca. 1,1 ha große Blühwiese mit Blühpatenschaften geschaffen, um Bienen und anderen Insekten wieder einen artenreichen Lebensraum zu schenken. Insgesamt konnten 119 Blühpaten für das Projekt gewonnen werden. Ein Riesendank an Bürgermeisters Matthias Peter und seine Unterstützer*innen.
Gemeinsam mit den Gemeinden Bülkau, Ihlienworth, Neuenkirchen und Osterbruch hat die Gemeinde Belum am 30.07.2020 einen Antrag auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm „Regional am Kanal“ gestellt. Verbindende Elemente und gemeindeübergreifende Einrichtungen und Handlungsfelder, wie Mobilität, Kultur, Ressourcenschutz sollen intensiviert und vertieft werden. Auch Private können profitieren, beispielsweise durch Förderungen zur Erneuerung von ortsprägenden Gebäuden.

Die Gemeinde Bülkau hat vielerlei bauliche Tätigkeit aus der Ortsmitte zu vermelden: Das Haus Dorf 56 gegenüber vom Bürgerhus wurde abgerissen. Der Erwerb der Liegenschaft erfolgte seinerzeit zur Verbesserung des Ortsbildes. Eine künftige Bebauung der Fläche bleibt möglich; zunächst wurde auch hier nach den Ideen vom Landfrauenverein und Einwohnern eine artenreiche Blütenbepflanzung vorgenommen. Die Gemeinde arbeitet konzentriert an der Ausweisung eines neuen Bebauungsgebietes und die Sporthalle erhält in der Regie des TSV unter Hinzunahme von Fördermitteln von Landkreis, Kreissportbund sowie der Gemeinde einen neuen Geräteraum. Nach Fertigstellung des Vereinsheimes auf dem Sportplatz, ist es bereits die zweite große Baumaßnahme des Sportvereins in den vergangenen Monaten.
Zudem will die Samtgemeinde aus der Umsetzung des jüngst beschlossenen Feuerwehrbedarfsplanes in der Gemeinde Bülkau den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses realisieren. Die Planungsentwürfe zu dem Bau, ebenfalls in unmittelbarer Nähe zum Bürgerhus, liegen bereits vor.
Bürgermeister Manfred Schmitz blickte zum Ende des Vorjahres auf eine 20-jährige Bürgermeistertätigkeit zurück. Im Zuge einer Gemeinderatssitzung, die auf den Tag genau 20 Jahre nach seiner Ernennung abgehalten wurde, wurde er wegen seiner herausragenden Leistungen und Verlässlichkeit geehrt.

Die Gemeinde Cadenberge ist dabei, sich breit und zukunftssicher aufzustellen: Das geplante Richtfest für den neuen Kindergarten musste pandemiebedingt leider abgesagt werden, aber die Bauarbeiten der so dringend benötigten Räumlichkeiten für die zusätzlichen 2 Krippen- und Kindergartengruppen sind im Plan. Insgesamt 30 neue Bauplätze warten auf ihre Besitzer und die ersten Arbeiten am Bau eines 20 Wohnungen umfassenden Bauvorhabens in der Bahnhofstraße sind aufgenommen. Auch Flächen zur Ansiedlung von Gewerbe werden gut nachgefragt. Der Ortsteil Geversdorf profitiert von der Gewährung von Fördermitteln und kann unter Hinzunahme eines Eigenanteils schrittweise die notwendigen Sanierungen an der Ostehalle durchführen. Im Wettbewerb um die Fördermittel des Bundes zur Sanierung von Sportstätten konnten rd. 450.000 € Fördermittel zur umfassenden Sanierung der Sporthalle am Heideweg rekrutiert werden.

Um alte Fußwege nicht untergehen zu lassen, hat die Gemeinde Ihlienworth einen soziokulturell bedeutsamen Wanderweg entlang der Medem instandgesetzt und den historischen Fußweg an der Gösche wiederherstellen lassen. Die gemeinsame Antragstellung auf Aufnahme in das bereits erwähnte Dorfentwicklungsprogramm verbindet die Gemeinde Ihlienworth mit dem übergeordneten Ziel, eine Stärkung der Lebens- und Wohnqualität zu entwickeln, die der Bevölkerung in ihren Bedürfnissen gerecht wird. Die Landfrauen haben es sich auch in Zeiten der Pandemie nicht nehmen lassen, unter Beachtung von strengen Hygieneauflagen ihre Landfrauenmärkte in der alten Meierei zu veranstalten.
Die Planungen eines rd. 100 ha großen Solarparks zwischen Ihlienworth und Wanna können erst dann rechtlich zulässig weiter vom Rat beraten werden, wenn das Land Niedersachsen die Zulässigkeit solcher Vorhaben im Landesraumordnungsprogramm ermöglicht. Die erste Vorstellung der Planungen hatte in Teilen der Bevölkerung Besorgnis hervorgerufen. Genehmigungsfähig ist das Projekt also nur, wenn das Land solche Anlagen als zulässig im Landesraumordnungsprogramm einstuft. Viel Lärm um nichts?

In Neuenkirchen hat die Firma Döhler durch umfangreiche Baumaßnahmen zur Sicherung und zum Ausbau des Standortes beigetragen. Die alte Mühle an der Dorfstraße hat erneut ihren Besitzer gewechselt – mit Neugier wird nun erwartet, welcher Nutzung der neue Eigentümer das alt ehrwürdige Gebäude zuführen möchte. Die sonst so intensiv gepflegte Freundschaft zur Patenstadt St. Broladre (Frankreich) konnte in diesem Jahr nicht durch ein Treffen vertieft werden. Die Reisebeschränkungen ließen es leider nicht zu.

Der Flecken Neuhaus (Oste) hat nach längerer Zeit der Vorbereitung den Uhlenkamper Weg in Richtung Uhlenkamp und Ovelgönne ausbauen können. Der Kindergarten wurde um ein neues Spielehaus, in dem die Spielgeräte für den Außenbereich gelagert werden können, erweitert. Auch wasserseitig hat sich einiges getan: Das Spülboot von NPorts war mehrmals im Hafen und Hafenpriel im Einsatz, dadurch konnte die Verschlickung erheblich reduziert werden Der Hafenmeister Carsten Meyer hat in Eigenregie und auf ehrenamtlicher Basis einen ca. 11 Meter langen Schwimmsteg als Liegeplatz für die Barkasse Bärbel gebaut.

In der Gemeinde Nordleda wurde auf dem Hof der Familie Dorn Anfang Oktober ein wunderschöner Ernte-Dank-Gottesdienst der Gemeinden Nordleda/Wanna und Ahlenfalkenberg gefeiert. Viele Ehrenamtliche haben sich an der Umsetzung beteiligt und den Hof und die Scheune herbstlich hergerichtet. Die Gelegenheit sich nach so langer Zeit wiederzusehen und einfach zu klönen wurde von vielen Besuchern wahrgenommen. Musikalische Einlagen von den Jagdhornbläsern der Jägerschaft Land Hadeln/Cuxhaven und eine Abordnung der Gruppe „taktlos“ rundeten die Veranstaltung ab. Von der Jagdpachtgemeinschaft wurden im Oktober 1.700 wilde Blumenzwiebeln gesetzt, die den Insekten im zeitigen Frühjahr eine Futterquelle bieten sollen.

Die Einwohner der Gemeinde Oberndorf bemühen sich um den „Europäischen Dorferneuerungspreis 2020“. Zu der Teilnahme an dem Wettbewerb wurde sie als einzige Kommune aus ganz Niedersachsen vorgeschlagen. Schon im Februar wurde die Bewerbung mit Unterstützung vieler engagierter Oberndorfer zusammengestellt und eingereicht. Ein für den Sommer angekündigter Jurybesuch, wurde – coronabedingt - auf den Herbst verschoben – und dann leider ganz kurzfristig wegen der geltenden Einreisebestimmungen für die ausländischen Jurymitglieder wiederum abgesagt. Auch ein Workshop zum selbigem Thema in Prag fiel den Kontaktbestimmungen zum Opfer. Im nächsten Jahr soll ein neuer Anlauf versucht werden.
Unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln erfolgte eine kleine Veranstaltung zur Einweihung des neuen Fährmannes an der Oste: Die von einem Kettensägenkünstler erschaffene Figur aus deutscher Eiche ersetzte die bisherige, in die Jahre gekommene Skulptur, die zu Ehren der früheren Fährverbindung über die Oste am Fähranleger neben der Ostebrücke seinen Platz hat.

In der kleinen Gemeinde Odisheim wurde weiterer Bedarf an Bauflächen angemeldet; deshalb wurde kurzerhand das Baugebiet Pastorentrift zwecks Eigenentwicklung erweitert. Der „Dorfverein engagierter Odisheimer v. 2010 e.V.“, kurz DEO, blickt in diesem Jahr bereits auf 10 jähriges erfolgreiches Wirken zum Wohle des Ortes und der Bevölkerung zurück. Ein Defibrillator für die Gemeinde wurde durch den DRK Ortsverein ermöglicht und steht im Dorfzentrum zur Verfügung.

Die Gemeinde Osterbruch hat im September die Mitteilung erhalten, dass das Projekt „Inwertsetzung des Anbaus Dorfstraße 25“ mit Mitteln der Städtebauförderung (Programm „Lebendige Zentren“) gefördert wird. Bei angenommenen Baukosten von 430.000 € ist eine 90%ige Zuwendung in Höhe von 387.000 € zu erwarten. In 2021 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Der Dorfladen in Osterbruch hat durch die Corona-Krise Einbußen erlitten. Das Catering-Angebot kam fast vollständig zum Erliegen. Es wird versucht, dies durch wöchentliche Themenschwerpunkte zu kompensieren, soweit das im Rahmen der einschränkenden Regelungen möglich ist.

Die Vorbereitungen zur umfassenden Sanierung und Erweiterung der Grundschule Otterndorf sind in der finalen Phase: Der Bauantrag ist gestellt. Mit Beginn der Osterferien 2021 geht es in die praktische Umsetzung des mit insgesamt rd. 13 Mio € und damit größten Investitionsvorhaben in der Geschichte der Samtgemeinde veranschlagten Projektes.
Mit der Aktion „Kulturstrand Otterndorf 2020“ durften sich Kulturbegeisterte auf ein ganz besonderes Wochenende freuen: Teile des Otterndorfer Grünstrandes verwandelten sich in eine Open-Air-Zone, von der aus man Literatur-, Musik-, Comedy- und Filmveranstaltungen vor der atemberaubenden Kulisse der Nordsee genießen konnte. Für das vielfältige Programm wurde ein einzigartiges Publikumskonzept mit Abstands- und Hygieneauflagen entwickelt.
Die ca. 90 Baugrundstücke des 1. Abschnitts des Baugebietes „Am Medembogen“ sind sämtlich veräußert. Auch der Inbetriebnahme des neuen Kindergartens in Regie der AWO steht nichts mehr im Wege. Gespannt darf man sein, welche Vorhaben der Investor aus dem im Sommer getätigten Erwerb der Restauration „Elbterrassen“ am Seglerhafen gemeinsam mit der Stadt, dem Deichverband, dem Medemverband und dem Landkreis auf den Weg bringen möchte. Der Bau der neuen Schleuse jedenfalls, liegt voll im Zeitplan. Und auch das Prädikat „Nordseebad“ konnte für Otterndorf für die nächsten 2 Jahre bei einer Visitation der Vergabekommission wahrscheinlich wieder gesichert werden.
Mit dem Hadler Forum wurde in Otterndorf ein neuer Ort der Begegnung geschaffen. Hier finden Asybewerber nahezu täglich Unterstützung und Hilfe. Es ist ein Projekt verschiedener Initiativen. Auch Umwelt- und Naturinteressierte finden einen Ort zum Austausch.

Die Gemeinde Steinau hat die Gehwege „Norderende“ und „Lauentheil“ an der K19 erneuert. Es war, insbesondere die Erneuerung des Gehweges zum Kindergarten, schon seit Jahren ein Wunsch der Eltern und Bewohner*innen von Steinau. Die Wege wurden zu 73 % durch das Amt für regionale Landentwicklung im Rahmen der Dorferneuerung gefördert. Damit wurde die Dorferneuerung Steinau nun zum Abschluss gebracht, die auch vielen Privathaushalten die Möglichkeit zur Förderung offerierte. Auf eine offizielle Einweihung der Gehwege in diesem Jahr musste verzichtet werden. Auch der legendäre traditionelle „Frühtanz am Pfingstsonntag“ fiel der Pandemie zum Opfer.

Der Gemeinderat der Gemeinde Wanna hat sich auf die Suche nach dem optimalen Standort für das angestrebte Dorfgemeinschaftshaus begeben. Vereinzelt wurden an möglichen Standorten bereits Bodenproben entnommen, um den Baugrund zu prüfen. Wegen der relativ großen Nachfrage nach Bauland in Wanna möchte Bürgermeisterin Nicole Friedhoff mit ihrem Rat in allen Ortsteilen auch weiterhin Flächen zur Wohnbebauung bevorraten. Die Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven beabsichtigt in dem ehemaligen Torfwerk, direkt neben dem Moorinformationszentrum (MoorIZ), ein Stiftungshaus zu errichten.

Aus der Wingst ist eine verstärkte Nutzung des Waldes zur naturnahen Erholung während der Pandemie zu vernehmen. Der Wingster Zoo scheint als einzige touristische Einrichtung in der Samtgemeinde bisher ohne größere Einbußen durch die Corona-Krise gekommen zu sein. Spenden und Verkauf von Jahreskarten zeigen großen Rückhalt in der Bevölkerung. Auch das Wingster Freibad konnte mit seinen weitläufigen Außenflächen im Sommer trumpfen und zahlreichen Besuchern glückliche Stunden am und im kühlen Nass bescheren, während das Hallenbad und der Spielpark eher zu den Nicht-Gewinnern der Pandemie zu zählen sind, wie so viele andere touristische Einrichtungen in der Samtgemeinde gleichfalls. Immerhin: die Wingst hat die erneute Prädikatisierung der staatlichen Anerkennung als Erholungsort erfolgreich gemeistert.

Schaue ich nun auf die Beiträge aus den Gemeinden, so kommt ein Wort besonders häufig vor, nämlich „Bau“: Die Schaffung von Bebauungsflächen – ob Wohnbebauung oder Gewerbe -, der Neubau und die Sanierung von öffentlichen Gebäuden, die Unterhaltung und Sanierung von Straßen und Wegen und das vielfach unter der Hinzunahme von Fördergeldern aus den unterschiedlichsten EU-, Bundes- und Landestöpfen, ist in nahezu allen Mitgliedsgemeinden an der Tagesordnung. Diese Aufzählung ließe sich für die Zuständigkeit der Samtgemeinde noch weiter ergänzen: im Bereich der Feuerwehren, der Sportstätten, der Gemeindeverbindungswege, der Digitalisierung u.v.m.. Diese stete und notwendige Verbesserung unserer Infrastruktur und die bedarfsgerechte Erhaltung und Entwicklung der Werte in den Gemeinden muss gemeinsames Ziel bleiben, um die Region in der wir leben, attraktiv und liebenswert zu erhalten und jedes Jahr ein bisschen zu verbessern.

Darum möchte ich die Gelegenheit nutzen, den Ehrenamtlichen, den Kommunalpolitikern, den Mitarbeiter*innen der Samtgemeinde Land Hadeln und allen mit diesen Werten befassten Menschen auf herzlichste zu danken für ihren Einsatz und ihr Bemühen um unsere Samtgemeinde Land Hadeln. Eine Pandemie diesen Ausmaßes, wie wir sie gerade erleben, würdigt diese Einsätze umso stärker und umso wertvoller.

Wichtig sind uns natürlich auch die vielfältigen freundschaftlichen Kontakte zu unseren Partnerstädten. Auch hier hatten leider vielerlei geplante persönliche Treffen das Nachsehen, weil Kontaktbeschränkungen oder Einreiseregularien zu berücksichtigen waren. Umso herzlichere Grüße gehen daher nun verbunden mit friedlichen und frohen Weihnachtswünschen nach Mon (Dänemark), St. Broladre (Frankreich), Sheringham (Großbritannien), Krakau und Witkowo (Polen) Krasnonamensk (Russland), sowie nach Owrutsch (Ukraine) und Penzlin in Mecklenburg-Vorpommern.

Das nächste Jahr beginnt in wenigen Tagen – hoffen wir gemeinsam, dass es gute Lösungen für die unsere Welt bereithält, damit wir auch unseren Kindern und Enkelkindern noch lebenswerte und intakte Lebensbedingungen auf unserem Planeten ermöglichen. Im Herbst erwarten uns Bundestags- und Kommunalwahlen. Dann setzen sich unser Bundestag und unsere Kommunalparlamente neu zusammen.

Ich darf Ihnen im Amt des Samtgemeindebürgermeisters letztmalig auf diesem Wege diese Grußbrücke übermitteln. Ich bedanke mich für viele bereichernde und wertvolle Begegnungen, die Sie mir in den Jahren meiner fast 25-jährigen Amtszeit geschenkt haben. Ich fühle mich geehrt, dass ich so lange Ihr Samtgemeindebürgermeister sein durfte und Sie mir Ihr Vertrauen gewährten. Herzlichen Dank dafür!
Nun wünsche ich Ihnen, auch im Namen des Rates der Samtgemeinde und der Räte der Mitgliedsgemeinden, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, eine gute Zeit zwischen den Jahren und ein gesundes und gutes Jahr 2021. Bitte bleiben Sie gesund!


Ihr
Harald Zahrte
Samtgemeindebürgermeister
Samtgemeinde Land Hadeln