Land Hadeln | Weihnachtsgrußbrücke

Nun ist das Weihnachtsfest da – und neben den heimeligen Festtagen, markiert es schon ganz leise das ausklingende Jahr 2025.

Das Jahr 2025 begann für die Samtgemeinde Land Hadeln zunächst mit intensiven Beratungen zur Finanzlage und der Aufstellung des Haushaltes für das Jahr 2025. Wie nahezu überall im Lande, hatte auch die Samtgemeinde Land Hadeln große Mühen einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen. Mit einigen schmerzlichen Einschränken, verbunden mit der Aufstellung eines begleitenden Haushaltssicherungskonzeptes, konnte der Rat der Samtgemeinde Land Hadeln im Februar 2025 einen Haushalt beschließen, der zwar für 2025 nicht ausgeglichen gestaltet werden konnte, aber dennoch reichlich Perspektiven für ein zukünftiges Handeln aufzeigen konnte.

Wichtige Ankerpunkte bei allen Finanzplanungen der letzten Jahre sowie zukünftiger Jahre in Zuständigkeit der Samtgemeinde spielen insbesondere der Bevölkerungsschutz und die öffentliche Sicherheit, die Betreuung der Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen sowie auch die Daseins- und Gesundheitsversorgung.

So haben der Landkreis Cuxhaven und die Samtgemeinde Land Hadeln in 2021 durch die gemeinsame Übernahme der Gesellschaftsanteile und Gewährleistung der finanziellen Absicherung die Schließung des Krankenhauses in Otterndorf verhindert. Zu Beginn des Jahres 2025 wurden nunmehr die Gesellschaftsanteile der Samtgemeinde Land Hadeln vollständig auf den Landkreis Cuxhaven übertragen, um den Fortbestand des Krankenhauses Land Hadeln GmbH in originärer Zuständigkeit des Landkreises Cuxhaven abzusichern und dem Krankenhaus eine gute und verlässliche Perspektive für die Zukunft zu geben.

Erfreut bin ich auch, dass im Jahresverlauf der Bau des neuen Altenheims „Am Medembogen“ abgeschlossen werden konnte. In diesem Neubau in gemeinsamer Trägerschaft des DRK Cuxhaven/Land Hadeln und der Samtgemeinde Land Hadeln finden bis zu 88 ältere Menschen einen Platz für ihren Lebensabend.

Gesehen über den gesamten Jahresverlauf hat mich besonders erfreut die Teilnahme mehrerer Gemeinden an Dorfentwicklungsprogrammen. So haben sich im Jahresverlauf 2025 im Rahmen der Dorfregion „Regional am Kanal“, Bürgerinnen und Bürger aus Belum, Bülkau, Ihlienworth, Neuenkirchen und Osterbruch mehrfach getroffen und Gedanken über die Zukunft ihrer Gemeinden gemacht und tolle Projektideen entwickelt. Gleiches gilt auch für die Dorfregion „Vier Nordlichter im Land der Gezeiten“, die sich über die Oste hinweg zusammensetzt aus den Gemeinden Cadenberge und dem Ortsteil Geversdorf sowie den Gemeinden Balje und Hörne. Als herausragende Maßnahmen zu benennen ist hier sicherlich die bevorstehende der Sanierung der Ostehalle mit Förderungen aus dem Dorfentwicklungsprogramm.

In 2025 haben sich nunmehr auch die Gemeinden Nordleda und Wanna mit den Orten Flögeln, Neuenwalde und Krempel zu der Dorfregion „Ahlenmoor“ zusammengetan und sich um die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm beworben. Auch hier haben sich bereits viele Bürgerinnen und Bürger an den ersten Workshops beteiligt und starke Ideen eingebracht. 

Dieses von vielen Menschen eingebrachte Engagement zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger sehr an der Fortentwicklung ihrer Gemeinden interessiert sind und die Zukunft Ihrer Gemeinden mitgestalten wollen. Dieses Engagement kann, ebenso wie das vielfach eingebrachte ehrenamtliche Engagement, nicht hoch genug gewürdigt und mit Dank bedacht werden.

Und so freut es mich auch sehr, dass im Laufe des Jahres 2025 sowohl Doris Wettwer aus Wanna als auch Hans-Jürgen Mangels aus Steinau mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland als Würdigung für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement bedacht worden sind. Dieser hohe freiwillige Einsatz steht stellvertretend für das ehrenamtliche Engagement so vieler Bürgerinnen und Bürger. Diese Einstellung, sich für den Ort und für die Mitbürgerinnen und Mitbürger über Generationen hinweg einzusetzen, ist ein Teil der Identität unserer Gemeinden in der Samtgemeinde und spiegelt das gute Miteinander sowie den bestehenden sozialen Zusammenhalt wieder.

Gemeinsam anpacken – auch das ist ein Gradmesser für das gute Miteinander in unseren Gemeinden. So wurde z.B. in Odisheim innerhalb kürzester Zeit aus Eigeninitiative eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 29,7 kWp auf die Dachfläche des Feuerwehrhauses gesetzt und in Osterbruch wurden in einer Aktion der Dorfgemeinschaft an zwei Wochenenden die gesamten Räumlichkeiten der Dorfgemeinschaftshalle gestrichen. Und dies sind nur zwei Beispiele für viele Aktivitäten in unseren Gemeinden.

Im Rahmen richtungsweisender Beschlüsse hat der Samtgemeinderat in 2025 u.a. ein Grundschulentwicklungskonzept sowie die Fortschreibung der Feuerwehrbedarfsplanung beschlossen. Diese Konzepte beinhalten den Ausbau und die Sanierung der Grundschulen in Ihlienworth, Neuhaus, Wanna, Wingst zu modernen Ganztagsschulen; die Schule in Otterndorf wird bereits umfangreich saniert und in den kommenden Wochen fertiggestellt sein. Allerdings wurde auch die Schließung des Schulstandortes Neuenkirchen/Nordleda beschlossen. Zudem geht mit der Fortschreibung der Feuerwehrbedarfsplanung der Neubau bzw. der Ausbau von Feuerwehrhäusern an mehreren Standorten sowie eine umfangreiche Beschaffung von Fahrzeugen, Material und Ausrüstung zum Schutz und zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger einher.

Auch hat es im Jahresverlauf in allen Gemeinden zahlreiche Veranstaltungen und festliche Anlässe gegen. Unter anderem hat es in 2025 auch zwei Gemeindejubiläen gegeben. Während die Gemeinde Odisheim das 700jährige Bestehen feiern konnte und dieses mit der Erstellung eines Kalenders mit alten Bildern für jeden Haushalt sowie mit Informationstafeln an den Ortseingängen und einer Beschriftung des Dorfgemeinschaftshauses gefeiert hat, hat es in der Stadt Otterndorf anlässlich des 625jährigen Stadtjubiläums im Laufe des Jahres gleich mehrere Feierlichkeiten gegeben, unter anderem einen großen Festumzug mit fast 60 Festwagen, Spielmannszügen und einem Fest auf dem Kirchplatz, bei dem die Straßen mit mehreren tausend Gästen aus nah und fern gefüllt waren.

Zudem erhielt am 15. Mai Altbundespräsident Joachim Gauck den von der Stadt Otterndorf im Jubiläumsjahr erneut vergebenen Johann-Heinrich-Voß-Preis. Die Feierstunde in den Seelandhallen stand gänzlich unter dem Eindruck des lebenslangen Engagements von Herrn Joachim Gauck für Freiheit und Demokratie.

Auf Einladung aus der Neuenkirchener Partnerschaftsgemeinde Saint Broladre in Frankreich aus Anlass des 80- jährigen Friedens nach Ende des 2. Weltkrieges, reiste eine mehr als 40-köpfige Delegation rund um Bürgermeisterin Dagmar Diers aus Neuenkirchen in die Bretagne. Darunter auch 33 Schülerinnen und Schüler des Otterndorfer Gymnasiums bzw. der Realschule, die alle an den gemeinsamen Feierlichkeiten zum Jahrestag des Friedensschlusses in Saint Broladre teilnehmen konnten.

Zusammenfassend über alle Mitgliedsgemeinden möchte ich abschließend betonen, dass auch in 2025 wieder so viele tatkräftige Menschen durch ihr ehrenamtliches Tun dazu beigetragen haben, unseren liebgewonnenen Landstrich im Hadler Land zu einem sicheren und wohlgesinnten Ort zu machen. Hierfür danke ich von Herzen.

Liebe Grüße sende ich im Namen des Rates der Samtgemeinde und der Räte der Mitgliedsgemeinden in unsere Partnerstädte auf Mon (Dänemark), St. Broladre (Frankreich), Sheringham (Großbritannien), Krakau und Witkowo (Polen), Krasnonamensk (Russland) sowie nach Owrutsch (Ukraine) und Penzlin in Mecklenburg-Vorpommern, verbunden mit Wünschen für ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes und harmonisches Jahr 2026.

Herzlich,

Ihr Frank Thielebeule

Samtgemeindebürgermeister
Samtgemeinde Land Hadeln