Fortführung der Notbetreuung in den Kindertagesstätten und der Kindertagespflege

Fortführung der Notbetreuung in den Kindertagesstätten und der Kindertagespflege
Für die Kitas, Krippen und Horte gilt weiterhin bis zu den Sommerferien die Notbetreuung. Viele berufstätige Eltern von kleineren Kindern setzt diese Entscheidung unter Druck. Deshalb haben sich Bund und Länder darauf verständigt, die Notbetreuung in Kindertagesstätten und der Kindertagespflege künftig auszuweiten.
Über die Umsetzung dieser Ausweitung haben sich heute die Bürgermeister aus dem Landkreis Cuxhaven mit dem Landkreis in einer Telekonferenz verständigt. „Die Herausforderung dabei ist die Begrenzung der Notbetreuung auf das notwendige und epidemiologisch vertretbare Maß einerseits und die Berücksichtigung der dadurch entstehenden Härten andererseits.“ erläutert Friedhelm Ottens als zuständiger Dezernent des Landkreises.

Unter Berücksichtigung aktueller Empfehlungen des Niedersächsischen Kultusministeriums wurde nun folgendes Vorgehen vereinbart:

  1. Wie wird die Betreuung aussehen?
    Je nach vorliegendem Bedarf werden die Regelgruppen einer Kindertageseinrichtung auch weiterhin jeweils als Notgruppe betrieben. Um die Kontakteinschränkungen einzuhalten, wird das Außengelände nach Gruppen getrennt genutzt. Auch die Mahl-, Bring- und Abholzeiten erfolgen jeweils nach Gruppen getrennt. Die erforderlichen Hygienebestimmungen müssen eingehalten werden und sollen auch mit den Kindern altersgerecht eingeübt werden.
  2. Wer kann die Notbetreuung in Anspruch nehmen?
    Kinder, die bisher im Rahmen der Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege berücksichtigt wur-den, werden auch weiterhin betreut. Neu ist, dass auch Kinder, deren Elternteil in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse tätig ist, nun in dringenden Fällen eine die Notbetreuung in Anspruch nehmen können. Dazu gehören etwa die Bereiche Energie- und Wasserversorgung, Ernährung, Groß- und Einzelhandel, Informationstechnik und Telekommunikation, Finanzen, Transport und Verkehr, Entsorgung, Risiko- und Krisenkommunikation.

Bei der Beurteilung der Härtefälle soll zukünftig auch auf Dinge wie eine drohende Kindeswohlgefährdung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere bei Alleinerziehenden, die gemeinsame Betreuung von Geschwisterkindern und die drohende Kündigung bzw. den erheblichen Verdienstausfall Rücksicht genommen werden.

„Nach wie vor muss jedoch sehr genau auf die dringende Notwendigkeit geachtet werden,“ betont Ottens und fügt hinzu: „Ziel der Einrichtungsschließungen ist die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus. Diese Priorität müssen alle Beteiligten stets im Blick behalten. Wo also eine anderweitige Betreuung sichergestellt werden kann, sollen Kinder bis zu den Sommerferien möglichst zu Hause betreut werden.“

Ab der kommenden Woche sollen die vereinbarten Regelungen umgesetzt werden. Für die Inanspruchnahme können sich die Eltern an die bekannten Ansprechpartner in den Städten und Samtgemeinden, hier: SG Land Hadeln, beziehungsweise für die Kindertagespflege an das Familien- und Kinderservicebüro des Landkreises Cuxhaven wenden.

Mendy Mosner
Kindertagesstätten, Jugend, Ferienpass
04751 919-052mendy.mosner@land.hadeln.de
Heike Schröder
Kindertagesstätten
04751 919-051heike.schroeder@land.hadeln.de