Planungen zur Sanierung der Grundschule Otterndorf weiter fortgeschritten

Der 6. Mai 2019 war ein guter Tag für die Planungen der Sanierung der Grundschule Otterndorf. In seiner 23. Sitzung hat der Samtgemeindeausschuss dem Vorentwurf der architektonischen Planung für die Sanierung der Grundschule einstimmig zugestimmt.

In einem Pressegespräch am 16. Mai verkündeten Samtgemeindebürgermeister Harald Zahrte, Dezernatsleiter Sönke Westphal, die Projektverantwortliche Maren Herting, Architekt Andreas Schneider und der Schulelternratsvorsitzende Matthias Katt Details zu der beschlossenen Planung.

Es ist das größte Bauprojekt, das die Samtgemeinde Land Hadeln je gebaut hat, seit mehreren Jahren wird darüber gesprochen und geplant und bald, vermutlich ab den Sommerferien im nächsten Jahr (2020), rollen die Baumaschinen an und beginnen mit der Sanierung, dem Abriss und den Neubauten. Rund zwei Jahre Bauzeit sind dafür im Zeitplan angesetzt.

Die vielen Anbauten sollen abgerissen werden, die Fassade soll in Ihrer prächtigen Optik wieder hergestellt und sichtbar werden und neue – der denkmalgeschützen Optik nachempfundene und städtebaulich passende – Gebäudeteile sollen entstehen. Knapp 9,3 Millionen Euro kostet das Projekt, so die derzeitige Kostenschätzung. „Eine Investition in die Zukunft, für unsere Kinder“ ergänzt Samtgemeindebürgermeister Harald Zahrte. Rund 685.000 Euro davon erhält die Samtgemeinde als Fördermittel aus dem Konjunkturpaket Zwei, weitere Fördermittel sollen noch eingeworben werden.

Der Altbau erfährt eine Kernsanierung, die Neubauten werden direkt nach aktuellen Standards hergerichtet. Barrierefrei wird die neue Grundschule sein, die imposanten Treppen werden durch Aufzüge ergänzt werden. Die zweispännige Grundstruktur schafft ausschließlich Klassenräume mit Tageslichtquellen, Multifunktions- und Differenzierungsräumlichkeiten werden geschaffen werden. Der Neubau einer Mensa steht an, die als Multifunktionsraum auch Ort für Schulaufführungen oder kleine kulturelle Veranstaltungen werden könnte. Ein Hort wird direkt mit dem Unterrichtstrakt verbunden. Der Schulhof wird größer und freundlicher werden – ein Aspekt, der besonders die Elternvertreter sehr freut.

Die Anforderungen an die Planer waren hoch. Es galt verschiedene Anforderungen miteinander zu verbinden: Denkmalschutz, inklusive Beschulung, Platz für vierzügige Jahrgänge, Integration von Hort, Ganztagsangeboten und Klassentrakt und eine städtebaulich passende Ausführung. Das Büro andreas schneider architekten Verwaltungs GmbH hat sie erfüllt – das hat der Samtgemeindeausschuss mit seinem einstimmig getroffenen Beschluss anerkannt.

In der nächsten Zeit wird es nun auch um die Frage gehen, wie und wo der Schulbetrieb in der Bauzeit durchgeführt werden wird. Eine mögliche Option sei die Beschulung in leerstehenden Räumen in der Schule in Ihlienworth. Eine Entscheidung hierüber wird im Schulterschluss mit Elternvertretern, den Lehrkräften sowie der Politik und Verwaltung erfolgen. Denn nur gemeinsam kann das Projekt zu einem Erfolg werden, waren sich die Projektverantwortlichen einig. 

Ebenfalls herrschte Einigkeit darüber, dass der Wunsch vorhanden sei, dass auch regionale Firmen ihre Angebote bei der EU-weiten Ausschreibung der Baumaßnahmen einreichen werden, wenn die Ausschreibung erfolgt sei.