Wie geht es eigentlich weiter mit der Vergabe des Johann-Heinrich-Voß-Preises?

In den letzten Wochen hat es vermehrt Rückfragen von Bürgerinnen und Bürgern gegeben, die sich danach erkundigten, wie es denn mit der künftigen Vergabe des Johann-Heinrich-Voß-Preises weitergehen würde. Im vergangenen Jahr hatte der ausgewählte Preisträger auf die Annahme der Auszeichnung verzichtet. Der nächste Preis wäre im Jahr 2021 zu vergeben. Würde die bisherige Reihenfolge eines Wechsels zwischen Schriftsteller bzw. Schriftstellerin und Politiker bzw. Politikerin bedacht, wäre demzufolge 2021 eine Person aus der Politik zu würdigen, die sich um die Werte wie Humanismus, Aufklärung und Freiheit verdient gemacht hat.

Die bisherigen Preisträger waren
-    im Jahre 2000 Peter Rühmkorf,
-    im Jahre 2003 Richard von Weizsäcker,
-    im Jahre 2006 Sarah Kirsch,
-    im Jahre 2009 Hans Dietrich Genscher,
-    im Jahre 2012 Jürgen Flimm und
-    im Jahre 2015 Wolfgang Schäuble.

Im Jahre 2018 war als Preisträger Henryk M. Broder ausgewählt worden, der auf die Annahme des Preises jedoch bekanntlich verzichtete. In dem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Vergabe des Preises auch künftig den Mitgliedern der Jury, die aus Vertretern der Kulturstiftung der Weser-Elbe Sparkasse, der Niederelbe-Zeitung, des Landkreises Cuxhaven, der Stadt Otterndorf sowie Herrn Stefan Aust in seiner Funktion als Publizist besteht, vorbehalten sein sollte. Bekanntlich sind einzelne Jurymitglieder, z.B. wegen ihres Eintritts in den Ruhestand, neu zu benennen. Diese Neubesetzung der Positionen in der Jury soll in den nächsten Wochen formal erfolgen. Danach wird sich die Jury neu konstituieren und die Neuvergabe des Voß-Preises verhandeln.

s.a. Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur und Politik