Natürliche Ressourcen & Umwelt

Wollen wir unsere gemeinsame Zukunft in der Samtgemeinde Land Hadeln nicht etwas nachhaltiger gestalten und mal mutig etwas Neues ausprobieren? Hier sind ein paar Tipps, wie im Alltag Plastik sparen und Nachhaltigkeit geleben werden kann.

Taschentuchboxen nutzen und so Plastikmüll sparen

Ein Taschentuch möchte man immer gern schnell zur Hand haben. Dabei kommen die herkömmlichen Taschentuch-Einzelpackungen ohne Plastikfolie drum herum leider nicht aus. Für unterwegs sind diese Packungen durchaus hygienisch und praktisch, für zu Hause oder das Büro jedoch gibt es eine komplett plastiklose Alternative: die Taschentuchbox. Sie passt hervorragend in die Küchen- oder Büroschublade oder kann auch direkt auf den Tisch gestellt werden. Die Boxen gibt es in den vielfältigsten Designs überall im Handel zu kaufen.
WICHTIG: Die Herstellung von Papiertaschentüchern belastet die Umwelt lt. Umweltbundesamt übrigens stark, da zur Herstellung viel Holz, Energie und Wasser benötigt wird. Die Wahl von Taschentüchern aus Recyclingpapier ist damit die bessere Wahl.

Smartphones stecken voller wertvoller Ressourcen

Aus der Nachhaltigkeitsperspektive sollten wir unsere Smartphones so lang wie möglich im Einsatz behalten. Der schnelle technische Fortschritt verführt uns jedoch, recht schnell ein neues Modell unseres Alltagsbegleiters zu kaufen. Das „alte“ Gerät sollte dann möglichst weiterverkauft oder verschenkt werden. Auf diese Weise verlängert sich die Nutzungsdauer und sorgt für eine bessere Ökobilanz.
Irgendwann ist jedoch der Zeitpunkt gekommen, an dem das Smartphone nicht mehr genutzt wird und in der Regel in der Schublade verschwindet*. Dabei enthalten Altgeräte eine Vielzahl wertvoller Materialien. Als wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung sollten daher die ausgedienten Handys dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Dabei dürfen Smartphones nicht in der Restmülltonne entsorgt werden, da sie teils giftige und eben wertvolle Rohstoffe enthalten.
Bei Mobilfunkanbietern, Recyclinghöfen und bei speziellen Sammelstellen, z.B. im Hadler Forum, Johann-Heinrich-Voß-Straße 6 in Otterndorf (Infos zu Öffnungszeiten gibt es hier: http://www.hadler-forum.de/index.php/oeffnungszeiten) können die Handys umweltgerecht entsorgt werden. Wichtig ist, vor der Weitergabe oder der Entsorgung die Geräte zu säubern, alle Daten zu löschen und das Handy auf Werkseinstellungen zurück zu setzen.
*lt. Veröffentlichungen von Statista.com

Papierfrei im Home-Office?

Inzwischen haben wir gelernt, wie gut wir digital arbeiten und auf diese Weise unserer Arbeit zum Teil im Home-Office nachgehen können. Oft neigen wir dabei aber noch dazu, Schriftstücke oder sogar E-Mails ausdrucken zu wollen. Immer wenn wir gerade auf das Symbol „Drucken“ drücken wollen, sollten wir uns kurz fragen, ob wir den Ausdruck tatsächlich benötigen.
Hintergrund: Wir verbrauchen ungefähr 250 Kilogramm Papier pro Kopf im Jahr und hierfür werden unzählige Bäume gefällt. Wenn auf der Verpackung des Papiers „holzfrei“ steht, heißt das übrigens nicht, dass kein Holz verwendet wurde. Im Gegenteil! Die Holzbestandteile wurden mithilfe von Chemikalien aus dem Papier herausgelöst. Am besten für die Umwelt ist Recyclingpapier, welches leicht am Umweltzeichen „Blauen Engel“ zu erkennen ist.
Eine weitere Möglichkeit Papier einzusparen besteht darin, den Drucker auf doppelseitiges Drucken umzustellen. Und auch aus Fehldrucken lassen sich auf einfache Weise oft auch noch Mal- oder Notizblöcke machen.

Insektenfreundliche Blüten

Ohne Insekten - keine Erdbeeren mit Sahne. Kein Apfelmus. Keine Himbeer-Törtchen. Denn die Insekten sind wichtige Bestäuber und leisten einen großen Beitrag, damit wir ernten können.
An einem Tag kann beispielsweise eine Biene bis zu 3.000 Blüten besuchen und sorgt so nicht nur für köstlichen Honig, sondern auch für Früchte – Obst und Gemüse. Doch, damit die Biene auch überleben kann, braucht sie Futter. Bienen- und Insektenfreundliche Blumen gibt es unendlich viele. Wichtig ist, keine Blumen mit „gefüllten Blüten“ in den Garten zu pflanzen und statt triste Schotterflächen anzulegen sich lieber für naturnahe Blühwiesen oder auch insektenfreundliche Balkonkästen zu entscheiden.

Bienenwachstücher, die Alternative zu Frischhalte- und Alufolie

Das brauchst du

  • Baumwollstoff (gewaschen und trocken)
  • Bienenwachs (z.B. Platten oder Plättchen, gibt es auch beim ortsansässigen Imker)
  • Pinsel
  • Backpapier
  • Bügeleisen
  • Glas (z.B. altes sauberes Gurkenglas)
  • Topf

So wird es gemacht
Wachs in das Glas geben (Platten in kleine Stücke brechen) und im Wasserbad schmelzen.
Ein Backpapier auf eine feste, hitzebeständige Unterlage legen und das zugeschnittene Stück Stoff darauf legen.
Mit dem Pinsel das geschmolzene Bienenwachs gleichmäßig auf dem Stoff verstreichen. Nicht zu dünn, aber auch nicht zu dick auftragen, da macht Übung den Meister.
Ein weiteres Backpapier auf den Stoff legen und mit dem Bügeleisen den Stoff auf höchster Stufe bügeln (ohne Dampf). Dadurch verteilt sich das Wachs gut und zieht schön in den Stoff ein.
Zügig das obere Backpapier abziehen und das Bienenwachstuch auf eine gerade Fläche zum trocknen legen
Vorsicht! Das Tuch ist durch das Wachs und das Bügeln „heiß“

Vorteile von Bienenwachstüchern
Bienenwachstücher haben eine deutlich längere Lebensdauer als Frischhaltefolie oder Alufolie. Sie sind luftdurchlässig, antiseptisch, wiederverwendbar und geben weder Geruch noch Geschmack ab. Dabei bestehen sie aus Naturmaterialien, sind biologisch abbaubar und dabei in der Herstellung auch noch umweltfreundlich.
Verwendung
Nutzbar für Obst, Gemüse, Kuchen, Brot, Käse usw., auch Schüsseln und Töpfe können abgedeckt werden. Durch die körpereigene Wärme der Hände wird das Tuch flexibel und formbar, schmiegt sich an das umwickelte Lebensmittel und bleibt anschließend fest haften. Achtung! Für rohes Fleisch, Fisch und warme Speisen darf das Tuch nicht genutzt werden!!!
Aufbewahrung und Pflege
Das Bienenwachstuch sollte möglichst bei normaler Raumtemperatur lagern. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da ansonsten das Wachs verläuft.
Nach Gebrauch mit kaltem/lauwarmen Wasser und alkoholfreiem Spüli reinigen.
Sollte das Wachs nach einiger Zeit „bröseln“, das Tuch einfach zwischen zwei Blättern Backpapier überbügeln.